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Entzündung des Kieferknochens:
Kieferostitis, Osteonekrosen (NICO)

Alte Operationswunden (beispielsweise von gezogenen Zähnen), chronisch entzündete Gebiete und andere Reize können eine sogenannte „fettige degenerative Entzündung“ des Knochens verursachen. Die Fettzellen können verschiedene Botenstoffe oder Entzündungsmediatoren absondern. Dies führt zu einer Schwächung des Immunsystems. Gerade bei Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen sollte der Mundraum untersucht werden. 

Erweichungen des Knochens werden vonseiten der Medizin und Zahnmedizin zumeist nicht ausreichend berücksichtigt oder untersucht – nicht so in der ganzheitlichen Zahnheilkunde. Man kann sie klar von der klassischen Osteomyelitis abgrenzen. Diese osteolytischen Entzündungen wurden durch den Pathologie-Professor Bouquot als „Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis” („Neuralgie induzierende hohlraumbildende Osteonekrosen = NICO) bezeichnet.

Normale Röntgenaufnahmen reichen leider nicht aus, um eine NICO sicher zu bestätigen oder auszuschließen. Dies gelingt uns nur mit der digitalen Volumentomographie (DVT), welche die medullären Strukturen im Bereich einer NICO mit größerer Verlässlichkeit darstellt.

Es ist bekannt, dass nicht nur Immunzellen, sondern in geringerem Umfang auch Fettzellen Botenstoffe der Entzündung bilden. In Bereichen von NICO sind stark erhöhte RANTES-Werte nachweisbar. Erhöhte Werte von RANTES werden auch in anderen entzündlichen Geschehen beobachtet. Auch bei einigen Brustkrebsen sind erhöhte RANTES-Werte zu beobachten. Bisher ist eine klare Kausalität jedoch nicht ausreichend wissenschaftlich abgesichert.

Diese entzündlichen degenerativen Vorgänge haben Auswirkungen auf das Gesamtsystem im Sinne einer stummen chronischen Entzündung (Silent Inflammation).

Wenn wir also sicherstellen wollen, dass alle Entzündungsherde im Mundraum entfernt sind, werden – nach positiver Diagnose auf NICO – die entzündeten Gebiete behandelt und im Nachgang überwacht.