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Allergien und Unverträglichkeiten:
Was der eine verträgt, ist Gift für den anderen

Die Unverträglichkeit beziehungsweise Allergie gegen Materialien im Mundraum ist eine häufig unterschätzte Problematik. So können scheinbar harmlose Wurzelfüllmaterialien, sogar Kunststoffe und vor allem Metalle zu erheblichen Problemen führen.

Rund 15 Prozent der Bevölkerung haben beispielsweise eine Nickelunverträglichkeit – und dennoch enthalten viele Dentalwerkstoffe das Metall. Das Allergen gelangt dann dauerhaft aus dem Mundraum in den Magen-Darm-Trakt und kann dort wie auch im restlichen Körper zu entzündlichen Reaktionen führen.

Allergien sind eine Fehlsteuerung des Immunsystems gegen Stoffe, die von außen auf oder in den Körper gelangen. Wie es scheint, werden Allergien durch die Lebensumstände in modernen Industrieländern begünstigt. Umweltbelastungen verschiedenster Art, verbesserte Hygiene und ein globalisierter Lebensmittel- sowie Rohstoffmarkt hängen vermutlich mit dieser Entwicklung zusammen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte kann eine rasante Entwicklung der Anzahl der Allergiker beobachtet werden, aber auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit gegenüber allergischen Symptomen.

Die Zahnmedizin ist die medizinische Disziplin, welche mit Abstand die meisten (Fremd-)Materialien in den Körper einbringt. Leider wird dies häufig ohne die nötige Rücksicht auf schon vorhandene Materialien und den Patienten vorgenommen. Obwohl die Unverträglichkeit von bzw. Allergie gegen Materialien im Mundraum eine nach wie vor häufig unterschätzte Problematik ist. Bei vident legen wir daher besonderen Wert auf die Erkennung von Unverträglichkeiten und Allergien. Deshalb raten wir überwiegend zu biokompatiblen Materialien, die keine Allergien auslösen können.

Die Wirkung von Metallen im Mund

Die dauerhafte Exposition von Metallen ist für das Immunsystem eine starke Herausforderung – permanent. Vor allem wenn es sich um keine vom Körper benötigten Metalle handelt, sie diesen aber chemisch oder physiologisch ähneln. Dann muss sich das Immunsystem immer wieder zwischen Toleranz und Aggression entscheiden. Neben der Genetik sind durch Umwelteinflüsse bedingte Änderungen der Genaktivität (epigenetische Faktoren) nicht zu unterschätzen. So ist das quecksilberhaltige Amalgam aufgrund des Risikopotenzials als Werkstoff glücklicherweise überflüssig. Leider ist es noch vielfach in Verwendung und millionenfach in den Mündern – die gründliche und sichere Amalgamentfernung steht bei vident nahezu auf der Tagesordnung. Dabei legen wir größten Wert auf modernste Ausrüstung, damit weder giftige Dämpfe eingeatmet, noch kleinste Amalgamteilchen versehentlich verschluckt werden.

Die Immunantwort auf eine dauerhafte, chronische Zufuhr von im Körper nicht physiologisch vorkommenden Metallen wird erst seit Kurzem untersucht. Anders als bei toxischen Wirkungen ist hier nicht die Dosis entscheidend, sondern nur, ob das Immunsystem den Stoff als fremd erkannt hat und eine aggressive Immunantwort wählt. Die systemischen Effekte können durch einen Epikutantest (typischer Allergietest zum Nachweis von Kontaktallergie) nicht geklärt werden. Die systemische Reaktion des Immunsystems muss geprüft werden – hierfür hat sich der Lymphozytentransformationstest (LTT) bewährt, den wir speziell zur Abklärung von Unverträglichkeiten einsetzen.

Der generelle Verzicht auf Metalle ist der sicherste Weg, den wir bei vident empfehlen. So stehen keramische Produkte heute denen aus Metall in nichts nach, sind aber absolut verträglich. Materialunverträglichkeiten sind so gut wie nicht bekannt. Zwar gibt es Keramikkleber und andere Hilfswerkstoffe, die Allergien auslösen können – aber auch auf diese verzichten wir bei vident.