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Speicheltest zur Bestimmung von Metall-Konzentration

Alle Werkstoffe aus dem Mund (vor allem Metalle und Kunststoffe) gelangen durch Abrieb oder Korrosion in den Speichel. Durch das regelmäßige Schlucken erreichen sie den Darm und werden dort teilweise absorbiert.

Die Aufnahme von (Schwer-)Metallen in den Körper ist prinzipiell kritisch zu betrachten. Besteht eine Sensibilisierung oder Allergie, ist der Mund bis hin zum Darm dauerhaft entzündlich gereizt und die Schleimhäute sind geschwächt. Metalle aus dem Zahnersatz können immunologische und toxische Trigger für Multisystemerkrankungen sein.

Neben der direkten allergischen Reaktion wirken einige (Schwer-)Metalle schon in geringen Maßen toxisch und sie hemmen zelluläre Stoffwechselvorgänge. Aber auch sehr niedrige und alleine noch nicht toxische Konzentrationen können durch Mehrfachbelastungen (auch aus Nahrung und Trinkwasser) verschiedener Metalle zu dauerhaften und systemischen Erkrankungen und Beschwerden führen.

Somit treten toxische Wirkungen auf Metalle auch ohne vorliegende Sensibilisierung auf. Entsprechend ist auch bei einem negativem LTT-Befund eine toxische Belastung möglich ist. Außerdem kann eine zusätzliche toxische Metallbelastung eine klinische Bedeutung bei einer bestehenden Sensibilisierung haben.

Um zu bestimmen, welche Metalle sich in welcher Konzentration im Speichel befinden, wird ein Speicheltest durchgeführt. Hier kann auch separat nach Korrosion oder Abrieb als Ursache gesucht werden.

Besteht eine Unverträglichkeit gegen ein im Speichel nachgewiesenes Metall oder sind ungewöhnlich hohe Konzentrationen einzelner Metalle im Speichel aufzufinden, kann die Ursache bestimmt werden. Dann ist es sinnvoll, die Quelle zu entfernen und gegen ein bioverträgliches Material zu tauschen.