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Ganzheitliche Zahnheilkunde oder Umwelt-Zahnmedizin oder Biologische Zahnheilkunde?

Wenn es um eine möglichst umfassende, körperbezogene Behandlung von Zähnen geht, wird eine Vielzahl von Begrifflichkeiten dafür verwendet. Sie werden teilweise synonym verwendet, immer wieder anders definiert und auch bis in die Esoterik erweitert. 

Eine klare Definition und Abgrenzung besteht leider nicht. Deshalb sind diese Begriffe schwerlich alleinstehend zu verwenden und meinen prinzipiell Ähnliches, wenn nicht Gleiches. Betrachten wir also, um was es inhaltlich geht.

Als Zahnärzte stehen wir vor der Herausforderung, neue Behandlungsmöglichkeiten, Materialien und deren Wechselwirkungen zu berücksichtigen. Durch die immer älter werdende Bevölkerung und die gestiegenen Ansprüche an allgemeines Wohlergehen, Komfort, Ästhetik und Biokompatibilität wird es weit anspruchsvoller, ein sehr gutes Ergebnis zu erreichen. Gleichzeitig nehmen Patienten mit multiplen Erkrankungen zu und entzündliche Erkrankungen im Allgemeinen sind auf dem Vormarsch.

Die klassische Zahnmedizin stützt sich stark auf die handwerkliche Tätigkeit des Ersetzens von Zähnen, häufig mit Metallen und verschiedenen Kunststoffen. Der Organismus als Ganzes und die Wechselwirkungen werden dabei leider häufig nicht genügend beachtet.

Aus diesen Gründen spielen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Biochemie, Naturwissenschaften und Humanmedizin in unserer Diagnostik und Therapie eine zentrale Rolle. Hierdurch und durch die mannigfaltigen Wechselwirkungen nimmt die Komplexität immer weiter zu. Gerade bei chronischen Erkrankungen und Krankheitsbildern mit unklaren Ursachen wird die Zahnmedizin immer wichtiger.

Bei vident praktizieren wir eine (potenzielle) Belastungen und Störfaktoren vermeidende Zahnheilkunde. Damit stärken wir das Immunsystem und den Organismus auch fernab der Mundhöhle. Zudem bedeutet dies auch, bestehende Belastungen zu reduzieren oder zu eliminieren.

Zertifizierte Qualität für Umwelt-Zahnmedizin

Beratung und Behandlung auf höchstem Niveau gewährleisten wir durch unser von der Deutschen Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin (DEGUZ) fortgebildetes vident-Team, bestehend aus Zahnärzten, Zahntechniker und Praxismitarbeitern.

Durch unser eigenes, speziell ausgestattetes zahntechnisches Labor stellen wir sicher, dass nur bioverträgliche Werkstoffe verwendet werden. Für Ihr Wohlbefinden bieten wir aus Überzeugung, wenn immer möglich, vollkeramischen metall- und kunststofffreien Zahnersatz.

Wir nehmen uns viel Zeit für Sie

Für eine gute und gründliche Diagnostik und Beratung brauchen wir Zeit. Diese nehmen wir uns gerne für Sie, damit eine saubere Grundlage für das gemeinsame Vorgehen geschaffen ist. Das kann recht unterschiedlich ausfallen:

Bei neuen Patienten mit normalen zahnmedizinischen Anliegen nehmen wir uns Zeit für ein Kennenlernen und Befunden in Ruhe.

Bei neuen Patienten mit einer umfangreichen Krankheitsgeschichte oder besonderen zahnmedizinischen Bedürfnissen folgen wir einem dreistufigen Prozess (mit drei Terminen). Dieser beinhaltet:

  1. ein erstes Kennenlernen mit Anamnese und Planung der Diagnostik
  2. eine individuell abgestimmte Befundung mittels verschiedener Diagnosemöglichkeiten und Verfahren
  3. eine abschließende Besprechung der Befunde mit Therapieempfehlung und gemeinsamer Abstimmung

Erst wenn gründlich befundet und diagnostiziert sowie umfassend beraten wurde, beginnen wir mit der Behandlung.

Alles hängt mit allem zusammen –
Ganzheitliche Zahnmedizin konkret

Der Mundraum mit den Systemen Zähne, Zahnhalteapparat und Kieferknochen steht mit dem gesamten Körper in ungeahnt wirkungsvoller Verbindung. So können Erkrankungen oder Probleme des Mundraumes massive Auswirkungen auf andere Körperregionen und Organe haben, ohne dass man dies als Patient bemerkt.

Wir erleben, dass beispielsweise die Entfernung von wurzelbehandelten Zähnen (die unerkannt über viele Jahre Toxine freigesetzt und in den Körper gestreut haben) zu einer deutlichen Reduktion von rheumatischen Beschwerden führen. In anderen Fällen verhilft die Zahnsanierung und Entfernung von zum Teil auch unbekannten Entzündungen dazu, dass der Körper wieder Vitalität für die Beseitigung anderer Krankheiten erhält oder das Immunsystem wieder richtig reguliert wird (z.B. Infektanfälligkeit, Unverträglichkeiten). Die Liste lässt sich schier endlos fortsetzen.

Die Symptome können vielfältiger nicht sein und ständig stößt die Wissenschaft auf neue Verbindungen und Wechselwirkungen. Bei folgenden Krankheiten sind Beziehungen und Wechselwirkungen zu Zähnen und Mundraum bekannt:

  • Allergien
  • Antriebslosigkeit
  • Arthritis
  • Asthma
  • Bakterienbelastung (Endotoxine)
  • Borreliose
  • Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS)
  • Chronische Schmerzen
  • Chronische Entzündungen
  • Diabetes
  • Fehlbesiedlung der Darmflora
  • Konzentrationsschwäche
  • Leaky Gut
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Multiple Chemikalien-Sensibilität (MCS)
  • Multiple Sklerose
  • Multitis (vielfache Entzündungen)
  • Nasennebenhöhlenentzündung 
  • Oxidativer Stress
  • Reizdarmsyndrom
  • Rheumatischer Formenkreis
  • Schimmelbelastung (Mykotoxine)
  • Silent Inflammation
  • Tinnitus, Schwindel
  • Umweltbelastungen
  • Unerfüllter Kinderwunsch

Zahngesundheit mit biokompatiblen Materialien ist entscheidend für das ganzheitliche Wohlbefinden

Immunsystem, Nervensystem und Hormonsystem stellen keine geschlossenen Regelkreise dar. Wir wissen mittlerweile, dass zwischen ihnen vielschichtige Wechselwirkungen bestehen (Straub, 2006). So wird die Reaktion des Immunsystems (Immunantwort) nicht allein durch Zytokine, sondern auch durch Neurotransmitter und Stresshormone reguliert. Ein Ungleichgewicht der neuro-endokrino-immunologischen Wechselwirkungen ist an der Entstehung und Entwicklung vieler Krankheiten beteiligt. Dies lässt die Entstehung (Genese) von Krankheiten besser verstehen und zugleich können die Erkenntnisse für Diagnostik und Therapie genutzt werden.

Die Zahnmedizin betrifft die im Schaubild rot markierten Bereiche – sie wirken permanent auf den Körper ein:

Modifiziert nach Pall (Washington State University), IMD Berlin

Wie Toxine oder Allergien auf unseren Körper wirken

Eine Entzündung ist ein lebensnotwendiger Prozess, um Erreger abzuwehren und Verletzungen zu heilen. Sie wird durch das Immunsystem orchestriert – also hoch- und herunterreguliert. Wenn dieses Regulationssystem nicht mehr richtig funktioniert, kommt es zu nicht genügend kräftigen oder überschießenden Reaktionen. Chronische Entzündungen sind meist Folge einer dauerhaft überstarken Reaktion des gestörten Immunsystems. Im Gegensatz zu einem gesunden kann es Reize (Triggerfaktoren) nicht mehr tolerieren oder angemessen beantworten und bleibt ständig übermäßig alamiert.

Bakterien, Viren, Pilze, Umweltallergene oder -schadstoffe, Autoantigene und Nahrungsmittel können verschiedene chronisch-entzündliche Krankheiten auslösen. Es hängt von der Immunkompetenz des Körpers ab, ob eine Entzündung lokal und akut bleibt oder sich systematisch auswirkt und chronifiziert.

Von chronischen Entzündungen sind in den Industrieländern immer mehr Menschen betroffen. Alleine in Deutschland leiden Millionen von Menschen an Allergien, Diabetes, Magen-Darm- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma in seinen Varianten und Parodontitis. Die Anzahl der Menschen, die unter Allergien (Schlaud, 2008), Morbus Crohn (Jacobsen, 2006) oder Multipler Sklerose (Alonso, 2008) leiden, hat sich in den letzten 20 Jahren etwa verdoppelt. Selbst bei der Parodontitis, bei der eine deutlich verbesserte Prophylaxe zu weniger schweren und schnellen Verläufen geführt hat, hat die Anzahl der Erkrankten deutlich zugenommen (Schiffner, 2009). So konnte die moderne Medizin die Folgen dieser Erkrankungen lindern und die Entwicklung verzögern. Die Anzahl der Betroffenen erhöht sich aber weiterhin.

Wenn das Immunsystem gestört ist

Mögliche Trigger oder Stressoren wirken ständig auf den Organismus ein. Das Immunsystem muss die relevanten Faktoren bekämpfen und Unwichtiges tolerieren, also muss die Immunantwort sehr flexibel gehalten werden und das Hochfahren des Immunsystems (Immunaktivierung) sowie das Beruhigen/Herunterfahren (Immunsuppression) funktionieren.

Das heutige Verständnis zu den Auslösern chronischer Entzündungen und eines fehlregulierten Immunsystems geht von einem Zusammenspiel von Belastungen, Stressoren und der Kompetenz des Immunsystems aus. Es ist also multikausal. Hier werden verschiedene genetische und epigenetische Faktoren diskutiert. Der Regelkreislauf von Immunaktivierung und vor allem der Immunsupprimierung, welche die Entzündungsreaktion wieder herunterregelt, kann nachhaltig gestört sein. Im Zusammenspiel mit den sich gegenseitig beeinflussenden oxidativen und nitrosativen Stressarten sowie der Mitochondrienfunktion und chronischen Entzündungsreaktionen wird die Immuntoleranz weiter gestört. Im Gegensatz zu einem gesunden System, welches  eine Entzündung der tatsächlichen Bedrohung anpasst, begegnet das gestörte Immunsystem unwichtigen und nicht gefährlichen Reizen mit durchaus starken Entzündungsreaktionen. Bei den meisten chronischen Entzündungserkrankungen handelt es sich um eine dauerhafte Überreaktion des Immunsystems. Die vielen Reize, denen der Mensch in einer modernen Gesellschaft ausgesetzt ist, stellen zusammen den Schlüssel der chronisch-entzündlichen Multisystemerkrankung dar.

Biokompatible Zahnmaterialien

Dentalmaterialien können zahlreiche chronisch-entzündliche Erkrankungen auslösen und unterstützen. Deshalb ist die Verträglichkeit sehr wichtig. Als biokompatibel bezeichnet man Materialien, die alleinstehend keinen negativen Einfluss auf das Gewebe in ihrer Umgebung oder den Körper haben.

Besonders relevant ist die Biokompatibilität von Materialien, die lange verweilen, starken Belastungen ausgesetzt werden und in einer aggressiven Umgebung verwendet werden. Dies alles trifft auf den Mundraum und die Zähne zu.

Die Wechselwirkungen zwischen einzelnen Materialien oder der Zustand des Immunsystems und das Vorhandensein von Allergien werden bei der Beurteilung nicht berücksichtigt. Insofern ist Biokompatibilität wichtig, reicht alleine aber nicht aus. Wir kennen Zusammenhänge und handeln entsprechend.

Zur Einteilung in die Kategorien werden standardisierte Tests verwendet. Mögliche Wechselwirkungen und individuelle Unverträglichkeiten oder Allergien werden nicht berücksichtigt. Bei Verdacht bedarf es also immer der genauen immunologischen Abklärung.

Beschwerden aufgrund Materialunverträglichkeiten

Folgende Beschwerden können einen Hinweis auf Wechselwirkungen, Unverträglichkeit von oder Allergien auf Dentalmaterialien sein:

Beschwerden im Mundraum:

  • Wiederkehrende Zahnfleischentzündungen
  • Wiederkehrende Infekte wie Aphten oder Herpes
  • Zungenbrennen
  • Geschmacksstörungen

Systemische Beschwerden und Erkrankungen:

  • Allergien
  • Antriebslosigkeit
  • Arthritis
  • Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS)
  • Chronische Schmerzen
  • Chronische Entzündungen
  • Fehlbesiedlung der Darmflora
  • Konzentrationsschwäche
  • Leaky Gut
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Multiple Chemikalien-Sensibilität (MCS)
  • Multiple Sklerose
  • Reizdarmsyndrom
  • Rheumatischer Formenkreis
  • Silent Inflammation
  • Unerfüllter Kinderwunsch

Dentalhygiene: mehr als Zahnreinigung

Was ist der Unterschied zwischen einer professionellen Zahnreinigung (PZR) und der Dentalhygiene?
Die Reinigung der Zähne sowie Zahnzwischenräume von Zahnstein und Zahnbelag ist eine PZR. Diese wird häufig von nicht speziell oder nur allgemein fortgebildeten Kräften durchgeführt. Im Unterschied dazu werden bei der Zahnfleischtaschenreinigung oder Dentalhygiene neben dem sichtbaren Bereich bis zum Zahnfleisch auch der Bereich unterhalb des Zahnfleisches und die Wurzeln gründlich sowie schonend gereinigt. Dies dürfen nur speziell ausgebildete Dentalhygieniker/-innen (DH).

Gerade die Beläge unterhalb des Zahnfleisches sind die Ursache von Parodontitis und Zahnverlust. Die von ihnen ausgelösten Entzündungen sorgen für einen Rückgang des Kieferknochens. Dadurch verlieren die Zähne an Stabilität, die größer werdenden Zahnfleischtaschen sind umso bessere Biotope für die Bakterien – ein Teufelskreis.

Gründliche Dentalhygiene bei vident

Neben der gründlichen Entfernung von Belägen und Bakterien im sichtbaren und nicht sichtbaren Bereich werden bei uns noch weitere pflegende und schützende Behandlungen und Vorsorgeuntersuchungen bei der Dentalhygiene durchgeführt: 

  • Die Zahnfleischtaschen werden mit einer desinfizierenden Lösung gespült. So erreichen wir eine weitergehende Reinigung.
  • Die Zähne und Wurzelflächen werden schonend poliert. Auf glatten Oberflächen können sich Belege und Bakterien nicht so einfach festsetzen.
  • Eine Fluoridierung wird nach Bedarf durchgeführt.
  • In entzündete und tiefe Taschen wird eine schonende Salbe gelegt.
  • Wir kontrollieren Ihre Zähne auch mittels Laser auf Karies und undichte Füllungen und Kronen.
  • Die Tiefe und Entzündlichkeit der Zahnfleischtaschen wird kontrolliert.
  • Ebenso untersuchen wir Ihre Mundschleimhaut auf Veränderungen. Dies dient hauptsächlich der Krebsvorsorge.
  • Abschließend beraten und schulen wir Sie individuell in Mundhygiene und Ernährungsgewohnheiten und beantworten Ihre Fragen.

Abhängig von Ihrer individuellen Situation ist der Recall – also die regelmäßige Dentalhygiene-Behandlung durch uns – zwei- bis viermal im Jahr sinnvoll.

Der langfristige Erhalt Ihrer Zähne ist das Ziel jeder Behandlung. Weiterhin entlasten wir Ihren Körper von Entzündungen und einer erhöhten Bakterienlast.

Unser spezialisiertes vident-Dentallabor

Unser eigenes Zahntechniklabor ist in die Praxis integriert. Denn nur so haben wir die absolute Kontrolle über alle verwendeten Materialien und Werkstoffe sowie ihre Verarbeitung und Qualität. Die Nähe ermöglicht auch eine perfekte Abstimmung zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik.

Bei vielen Behandlungen muss verloren gegangene Zahnsubstanz dauerhaft ersetzt werden, wozu körperfremde Materialien zu verwenden sind. Damit wird der Mund häufig zur größten Ansammlung von Fremdmaterialien im Körper. Gerade in der Allergologie und Inneren Medizin wird dies leider häufig weder berücksichtigt noch genügend verstanden. Denn alle körperfremden Materialien treten mit dem Organismus, aber auch den anderen schon vorhandenen Materialien in Wechselwirkung.

Auch unser Zahntechniker Salvo Piccolo hat deshalb die Weiterbildung der Deutschen Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin absolviert und führt das vident-Dentallabor streng in Bezug auf die spezifischen Anforderungen der Umwelt-Zahnmedizin und Umwelt-Zahntechnik.

Besonderheiten der Umwelt-Zahnmedizin im Dentallabor

Für die im Labor verwendeten Werkstoffe sind vorab mit Ihnen mögliche allergische Sensibilisierungen auszuschließen – vor allem wenn Unverträglichkeiten oder Allergien bekannt sind. Ziel ist es, die für Sie richtigen biokompatiblen Werkstoffe zu verwenden.

Neben den Materialien ist ebenso die Verarbeitung wichtig. So können sich Rückstände aus der Verarbeitung festsetzen oder Stäube und andere Nebenprodukte die Arbeit kontaminieren. Auf die korrekte Verarbeitung der richtigen Materialien legen wir daher besonderen Wert, weshalb wir uns zur Sicherstellung der Qualität in allen Facetten ganz bewusst für ein eigenes Labor bei vident entschieden haben.

Immunkompetenz

Ein intaktes Immunsystem ist immunkompetent. Das heißt, die Abwehrfunktionen werden angemessen positiv oder negativ reguliert, sodass Bakterien, Viren sowie Schadstoffe bekämpft, hingegen nicht schädliche Stoffe und körpereigene Zellen toleriert werden.

Dieses Gleichgewicht kann gestört sein. Das Immunsystem kann sich gegen den eigenen Körper wenden (Autoimmunerkrankungen) oder aber Infektionen und Belastungen nicht mehr ausreichend bekämpfen (Immun- oder Abwehrschwäche).

Es gibt viele verschiedene mögliche Gründe für ein nicht mehr richtig funktionierendes Immunsystem. Eine unvorteilhafte Zusammensetzung der Bakterien (Mikrobiom) des Darms, Allergien, chronische Entzündungsleiden, genetische Veranlagung und nicht ausheilende Erkrankungen sind mögliche Ursachen. Ebenso die verschiedensten Stressoren, Noxen, Schimmelpilze, Bakterien, Umweltgifte und vieles mehr.

modifiziert nach Pall (Washington State University), IMD Berlin

Gründliche Diagnostik zur Ursachenermittlung

Wir führen verschiedene Laboruntersuchungen durch, um die Ursachen für die Fehlregulation zu finden:

  • BDT: Typ-I-Allergien – (Allergien vom Soforttyp)
  • Immuntoleranz: Konzentration von sechs Markerzytokinen
  • Keimtest: Parodontale Keimbelastung
  • Kyber: Darmflora, Störungen der Darmschleimhaut
  • LTT: Typ-IV-Sensibilisierungen (Allergien vom Spättyp)
  • OroTox-Test: Thioether- und Mercaptanbelastung
  • Polymorphismen: individuelle, genetische Entzündungsneigung
  • Speicheltest: (Schwer-)Metallbelastung

Karies

Häufig wird Karies zu spät diagnostiziert und behandelt. Die Folgen sind der Verlust von Zahnsubstanz bis hin zu Zahnverlust und eine erhöhte Keimbelastung des Mundraumes.

Um Ihre Zähne zu schützen und Probleme frühzeitig zu erkennen, verwenden wir bei vident mit Fluoreszenzlicht arbeitende intraorale Kameras und lasergestützte Diagnosegeräte. Somit haben wir die Gewissheit, deutlich früher als mit herkömmlichen Mitteln Karies auch im Ansatz erfolgreich zu erkennen und behandeln zu können.

Karies bewirkt die unwiderrufliche Zerstörung von Zahnsubstanz. Um den betroffenen Zahn zu erhalten und zu schützen, muss das gesamte infizierte Zahngewebe entfernt werden. Der entstehende Defekt wird dann mit Füllung, Inlay, Teilkrone oder Krone versorgt und der Zahn wiederhergestellt.

Diese Versorgungen können undicht werden und neue Karies entsteht (Sekundärkaries). Häufig wird zu lange gewartet und wertvolle Zahnsubstanz geht verloren. Auch kann die Karies unbemerkt bis in die Nähe des Zahnnerven vordringen und so große Schmerzen oder eine Nervenentzündung hervorrufen. So führt Karies langfristig zu Zahnverlust. Eine frühzeitige Karieserkennung – wie sie von uns durchgeführt wird – ist daher ein entscheidender Vorteil.

Kiefergelenkserkrankungen (CMD)

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist ein Sammelbegriff für Fehlfunktionen und Dysbalanzen des Kiefergelenkes, seiner Muskeln und Funktion.

Sie kann beschwerde- und schmerzfrei sein. Stress kann Ursache, aber auch Folge der Fehlfunktionen sein. Häufig sind die Beschwerden aber sehr deutlich und schwerwiegend.

Durch verschiedene Maßnahmen sollen die Beschwerden langfristig beseitigt und weitere Schäden vermieden werden. Häufig wird eine individuell vermessene und angefertigte Aufbissschiene durch Physiotherapie unterstützt.

Vielfältige Beschwerden aufgrund Kiefergelenkserkrankungen

Oft wird lange nach anderen Ursachen gesucht, bevor der Blick auf das Kiefergelenk fällt. In den letzten Jahren jedoch ist zunehmend das Bewusstsein gewachsen, dass eine Reihe von Beschwerden im Zusammenhang mit CMD steht:

  • Frontzähne und Schneidezahnkanten werden brüchig
  • Gesichtsschmerzen
  • Kaumuskulatur schmerzt vor allem morgens
  • Kiefergelenkknacken oder -schmerzen bei Mundbewegung
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Mundöffnung ist eingeschränkt
  • Nacken und oberer Rücken sind verspannt oder schmerzhaft
  • Ohrenschmerzen
  • Schwindelgefühle
  • Schlafstörungen
  • Schliffspuren an den Zähnen
  • Schnarchen
  • Tinnitus
  • Zähneknirschen und -pressen
  • Zahnstücke oder Teile von Kronen brechen ab

Bestätigt sich der Verdacht des CMD, kann das Vorgehen so aussehen:

  • Abhängig von der individuellen Situation wird eine Aufbissschiene angefertigt. Durch sie werden die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk entlastet und die Zähne werden vor weiterem Abrieb geschützt.
  • Physiotherapie hilft die Verspannungen und Fehlhaltungen von Kiefer sowie Schulter und Nacken zu lösen. Zusätzlich werden fehlerhafte Bewegungen und Haltungen korrigiert und neue, schonende ermöglicht.
  • Empfehlungen für das tägliche Verhalten wie weiche Nahrung, Entspannungsübungen und Stressmanagement.

Entzündung des Kieferknochens:
Kieferostitis, Osteonekrosen (NICO)

Alte Operationswunden (beispielsweise von gezogenen Zähnen), chronisch entzündete Gebiete und andere Reize können eine sogenannte „fettige degenerative Entzündung“ des Knochens verursachen. Die Fettzellen können verschiedene Botenstoffe oder Entzündungsmediatoren absondern. Dies führt zu einer Schwächung des Immunsystems. Gerade bei Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen sollte der Mundraum untersucht werden. 

Erweichungen des Knochens werden vonseiten der Medizin und Zahnmedizin zumeist nicht ausreichend berücksichtigt oder untersucht. Man kann sie klar von der klassischen Osteomyelitis abgrenzen. Diese osteolytischen Entzündungen wurden durch den Pathologie-Professor Bouquot als „Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis” („Neuralgie induzierende hohlraumbildende Osteonekrosen = NICO) bezeichnet.

Normale Röntgenaufnahmen reichen leider nicht aus, um eine NICO sicher zu bestätigen oder auszuschließen. Dies gelingt uns nur mit der digitalen Volumentomographie (DVT), welche die medullären Strukturen im Bereich einer NICO mit größerer Verlässlichkeit darstellt.

Es ist bekannt, dass nicht nur Immunzellen, sondern in geringerem Umfang auch Fettzellen Botenstoffe der Entzündung bilden. In Bereichen von NICO sind stark erhöhte RANTES-Werte nachweisbar. Erhöhte Werte von RANTES werden auch in anderen entzündlichen Geschehen beobachtet. Auch bei einigen Brustkrebsen sind erhöhte RANTES-Werte zu beobachten. Bisher ist eine klare Kausalität jedoch nicht ausreichend wissenschaftlich abgesichert.

Diese entzündlichen degenerativen Vorgänge haben Auswirkungen auf das Gesamtsystem im Sinne einer stummen chronischen Entzündung (Silent Inflammation).

Wenn wir also sicherstellen wollen, dass alle Entzündungsherde im Mundraum entfernt sind, sind – nach positiver Diagnose auf NICO – die entzündeten Gebiete zu behandeln und im Nachgang zu überwachen.

Metallbelastung

Es gibt verschiedene Ursachen für (Schwer-)Metallbelastungen im Körper. Quellen können Belastungen am Arbeitsplatz (Industrie, Lacke, ...), durch Hobbys (Jagd, Motorsport, ...), Ernährung (Wild, Seefisch, ...) und Metalle, die in den Körper eingebracht wurden, sein. Hierbei handelt es sich häufig um Zahnersatz – und somit um einen Fall für uns.

Eine Belastung mit Schwermetallen und unphysiologischen Mengen anderer Metalle ist schädlich und kann das Allgemeinbefinden verschlechtern und allergische Reaktionen hervorrufen.

Die Metalle im Körper werden häufig im Gewebe eingelagert und wirken zentral auf den Körper ein. Metalle, die in Kronen, Zahnersatz oder Füllungen verarbeitet sind, werden durch Abrieb oder Korrosion (oraler Galvanismus) freigesetzt. Über den Speichel gelangen sie durch Verschlucken in den Magen und von dort in den Darm. Abhängig von der Stabilität der Darmbarriere werden die Metalle ausgeschieden oder vom Körper aufgenommen.

Für die Konzentration der verschiedensten Metalle gibt es empfohlene Bandbreiten und Grenzwerte. Besonders Schwermetalle und solche, die den Stoffwechsel beeinflussen, sind sehr kritisch zu betrachten.

Häufig bestehen Unverträglichkeiten oder Allergien gegen Metalle oder Zahnersatz. Der Zahnersatz wird aber selten auf seine allergische Unbedenklichkeit geprüft. Sind entsprechende Metalle oder Materialien im Mundraum verarbeitet, werden ständig kleine Mengen der Stoffe durch den Mund in den Magen-Darm-Trakt geleitet, dort aufgenommen und führen zu allergischen Reaktionen, die häufig nicht als solche erkannt werden.

Zum Nachweis der Metallbelastung durch Zahnersatz führen wir Speicheltests durch. Hier kann gezielt nach Korrosion, Abrieb oder einer Kombination gesucht werden.

Oraler Galvanismus – wenn Metalle im Mund miteinander reagieren

Der Orale Galvanismus bezeichnet ein häufig unterschätztes Phänomen: Werden verschiedene Metalle oder Legierungen im Mund verarbeitet, fließt zwischen ihnen ein Strom – sie verhalten sich wie eine Batterie.

Gold und Titan haben ein Spannungspotenzial von etwa 3 Volt, also durchaus nicht unerheblich. Trotzdem werden häufig Goldaufbauten auf Titanimplantate gesetzt. Diese Prozesse können zu Knochenabbau und Karies führen, Kronen dezementieren und lösen sich, Veränderungen der Mundschleimhaut werden ausgelöst und es kann zu Störungen des Allgemeinbefindens kommen.

In den letzten Jahrzehnten, beginnend in den 1970er-Jahren, wurden verschiedenste Legierungen in der Zahntechnik verwendet. Aus Kostengründen wurde der Goldanteil reduziert. Auch goldfreie Legierungen wurden immer populärer. Direkt parallel dazu konnte man steigende Zahlen von Unverträglichkeitsreaktionen auf die verschiedenen Metalle beobachten. Die jeweils geprüfte Biokompatibilität galt für jede einzelne Legierung – nicht berücksichtigt wurden jedoch einfachste elektrochemische und physikalische Gesetze. So laufen zwischen verschiedenen Metallen – wenn sie in einer leitenden Lösung (dies gilt für Speichel) liegen – elektrochemische Prozesse ab. Man spricht von Korrosion. Der Anode (dem Metall oder der Legierung mit dem geringerem Standardpotenzial E) werden Metallionen entzogen. Diese sind im Speichel als Halballergene (Haptene) gelöst und werden vom Körper auf dem Wege vom Mundraum in den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. So können sie bei entsprechender Sensibilisierung allergische Reaktionen auslösen. Liegt nur ein Metall oder eine Legierung vor, entsteht dieser Korrosionsprozess nicht.

Das Chaos im Mund

Diese Vorgänge sind grundsätzlich seit Langem bekannt, werden aber nicht berücksichtigt. Wie auch, denn es werden im Schnitt bei nicht einmal 10 % der in Auftrag gegebenen Arbeiten die zu verwendenden Legierungen definiert. Bei der nächsten Behandlung ist daher nicht mehr bekannt, welche einzelnen Metalle im Mundraum enthalten sind.

Bereits seit den 1880er-Jahren ist bekannt, dass als Folge der elektrochemischen Vorgänge Karies an Kronen- oder Füllungsrändern entstehen kann, sogenannte Sekundärkaries. In jüngerer Zeit wurde nachgewiesen, dass sich bei üblichen Potenzialdifferenzen im Mund auch Zemente für Brücken oder Kronen, Zahnsubstanz (Schmelz und Dentin) sowie Implantatbeschichtungen auflösen.

Das ist aber noch nicht genug. Denn bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist bekannt, dass elektrochemische Prozesse Einfluss auf zum Beispiel die weißen, nicht abwischbaren Beläge der Mundschleimhaut (Leukoplakien) haben und die Entstehung von bösartigen Entartungen (Plattenepithelkarzinomen) begünstigen. Ebenso wurde in den letzten Jahren bestätigt, dass dauerhaft wirkende elektrische Felder Zellentartungen hervorrufen und das schon bei Feldstärken, die im Mundraum nicht ungewöhnlich sind. Weiterhin werden circa 35 wichtige Gene zur körpereigenen Tumorbekämpfung (Tumorsuppressor-Gene) schon bei geringeren Feldstärken herunterreguliert und somit in Ihrer Wirkung geschwächt. 

Metallmix beseitigen und Sicherheit schaffen

Aus diesen Gründen wurde in den 1980er-Jahren von Ärzten, Zahnärzten und Krankenkassen im gemeinsamen Bundesausschuss festgelegt, dass wenn möglich nur eine einzige Legierung im Mund Verwendung finden soll, um einen Metallmix und die einhergehenden Risiken zu verhindern. Dieses Vorgehen bleibt jedoch Theorie, denn in der zahnärztlichen Praxis wird diese Entscheidung von allen beteiligten Parteien weitgehend ignoriert.

So bleibt uns bei vident oftmals nichts anderes übrig, als bei betroffenen Patienten alle Metalle zu entfernen und entweder mit ein- und demselben definierten Metall zu ersetzen – oder aber gleich durch tatsächlich biokompatibles Material, in aller Regel keramische Werkstoffe. Ein nicht unerheblicher Aufwand, doch das Wissen und das Gefühl der Sicherheit überwiegen, um sich und seinen Körper nicht unnötigen Störungen auszusetzen. Das ist bereits kurzfristig eine gute Entscheidung.

Parodontitis (Zahnhalteapparatentzündung)

Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung, die eine Zerstörung des Zahnhalteapparates zur Folge hat. Und leider ist Parodontitis eine Volkskrankheit − nahezu jeder Mensch ist in seinem Leben irgendwann mehr oder weniger stark davon betroffen: Bei über 40-Jährigen gehen mehr Zähne durch Parodontitis verloren als durch Karies.

Eine gute Mundhygiene und die Professionelle Zahn(fleischtaschen)reinigung, am besten durch eine speziell ausgebildete Dentalhygienikerin, können die Erkrankung wirksam bekämpfen.

Diese Erkrankung hat zum einen zur Folge, dass sich der Kieferknochen zurückbildet, und zum anderen belastet die großflächige und oftmals eitrige Entzündung den Körper und das Immunsystem.

Etwa 80 % der Bevölkerung sind erkrankt. Es wechseln sich ruhige, unauffällige und Phasen starker Entzündungen ab. Auch deshalb bleibt sie häufig unerkannt und unbehandelt.

Durch den sich zurückziehenden Knochen verlieren die Zähne ihren Halt im Knochen und können sich lockern oder ausfallen. Dies ist einer der beiden Gründe für Zahnverlust.

Eine Gefahr für den gesamten Körper, nicht nur für die Zähne

Weiterhin ist die großflächige Entzündung eine Belastung für den Körper. Die große Anzahl an pathogenen Keimen stellt eine Belastung für den Körper dar, da viele der Bakterien mit weiteren Erkrankungen im Körper im Zusammenhang stehen. Folgende Bakterien werden als entscheidend für die Parodontitis betrachtet (Leitkeime):

  • Aa – Aggregatibacter actinomycetemcomitans
  • Pg – Porphyromonas gingivalis
  • Pi – Prevotella intermedia
  • Tf – Tannerella forsythia
  • Td – Treponema denticola


Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Parodontitis sind:

  • Zahnbelag und Zahnstein
  • Veranlagung (genetische Prädisposition)
  • Rauchen
  • Diabetes
  • schwaches Immunsystem

Der Zusammenhang von Parodontitis mit Diabetes, Gefäßerkrankungen, rheumatischem Formenkreis und Frühgeburten ist schon lange erwiesen. Auch wird die Koronare Herzkrankheit (KHK) mit ihren Symptomen und Folgen (Arteriosklerose, Angina pectoris, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt) durch die Parodontitis unterstützt. Bei vielen weiteren, vor allem entzündlichen, Erkrankungen gibt es Zusammenhänge.

Problematische und unerkannte Störfelder und Zahnherde

Etwa drei Viertel der chronischen Entzündungen des Menschen sind im Mundraum zu finden. Zudem ist längst wissenschaftlich belegt, dass kontinuierlicher Stress (Entzündungen bedeuten für den Körper Stress) ohne Ausheilung oder Erholung extrem schädlich für den Organismus ist. Die gesamten regulativen Mechanismen des Immunsystems können dadurch geschädigt werden, was zu Erkrankungen im gesamten Körper führt.

Die Zähne mit Zahnfleisch, Zahnhalteapparat und Kieferknochen bedürfen einer sehr gründlichen Begutachtung, da sie die häufigste Ursache für Störfelder beim Menschen sind. Wir bei vident kennen Ursachen und Symptome sehr genau und gehen unbekannten Ursachen auf den Grund – systematisch und gründlich, mit vielfältigen Diagnosemöglichkeiten und im Team unseres Behandlungsnetzwerks.

Therapieblockaden durch Störfelder

Entzündungen sind nicht nur die Ursache für Störfelder, sondern auch die Therapie von Beschwerden kann durch Störfelder behindert werden.

Jeder Mensch verträgt verschiedenste Reizungen und Störungen des Normalzustandes, seien es Verletzungen, bakterielle oder virale Infektionen, Schadstoffe oder Umweltgifte. Der Mensch ist ein sehr variabel reagierender und kompensierender Organismus. Er kann mit mannigfaltigen Herausforderungen und Störungen umgehen, diese bekämpfen und sich wieder ins Gleichgewicht bringen. Störungen dieser Selbstregulation können durch Störfelder verursacht werden. Dann ist der Organismus mit dem Immunsystem nicht mehr in der Lage, adäquat und schnell zu reagieren. Die Selbstheilungskräfte können nahezu gänzlich verschwinden. So wird beispielsweise oft eine Zahnsanierung durchgeführt, um Krebstherapien zu unterstützen.

Häufige Ursache für solche Störungen sind tote oder wurzelbehandelte Zähne. Sie können Ursache für chronische Entzündungen sein. Hinzu kommt: Ein Zahn kann Probleme bereiten, ohne dass er Schmerzen verursacht. Auch eine Entzündung am Zahn oder im Zahnhalteapparat selbst muss nicht zwangsläufig mit Beschwerden einhergehen. Es kann auch eine Silent Inflammation (stumme bzw. beschwerdelose Entzündung) vorliegen.

Die Untersuchung von Zähnen bzw. Störfeldern oder die Suche nach Ursachen von Symptomen sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Denn je länger eine Störung besteht, desto stärker sind die Auswirkungen und desto schwerer wird ihre Beseitigung.

Allergien und Unverträglichkeiten:
Was der eine verträgt, ist Gift für den anderen

Die Unverträglichkeit von bzw. Allergie gegen Materialien im Mundraum ist eine häufig unterschätzte Problematik. So können scheinbar harmlose Wurzelfüllmaterialien, sogar Kunststoffe und vor allem Metalle zu erheblichen Problemen führen.

Rund 15 Prozent der Bevölkerung haben beispielsweise eine Nickelunverträglichkeit – und dennoch enthalten viele Dentalwerkstoffe das Metall. Das Allergen gelangt dann dauerhaft aus dem Mundraum in den Magen-Darm-Trakt und kann dort wie auch im restlichen Körper zu entzündlichen Reaktionen führen.

Allergien sind eine Fehlsteuerung des Immunsystems gegen Stoffe, die von außen auf oder in den Körper gelangen. Wie es scheint, werden Allergien durch die Lebensumstände in modernen Industrieländern begünstigt. Umweltbelastungen verschiedenster Art, verbesserte Hygiene und ein globalisierter Lebensmittel- sowie Rohstoffmarkt hängen vermutlich mit dieser Entwicklung zusammen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte kann eine rasante Entwicklung der Anzahl der Allergiker beobachtet werden, aber auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit gegenüber allergischen Symptomen.

Die Zahnmedizin ist die medizinische Disziplin, welche mit Abstand die meisten (Fremd-)Materialien in den Körper einbringt. Leider wird dies häufig ohne die nötige Rücksicht auf schon vorhandene Materialien und den Patienten vorgenommen. Obwohl die Unverträglichkeit von bzw. Allergie gegen Materialien im Mundraum eine nach wie vor häufig unterschätzte Problematik ist. Bei vident legen wir daher besonderen Wert auf die Erkennung von Unverträglichkeiten und Allergien. Deshalb raten wir überwiegend zu biokompatiblen Materialien, die keine Allergien auslösen können.

Die Wirkung von Metallen im Mund

Die dauerhafte Exposition von Metallen ist für das Immunsystem eine starke Herausforderung – permanent. Vor allem wenn es sich um keine vom Körper benötigten Metalle handelt, sie diesen aber chemisch oder physiologisch ähneln. Dann muss sich das Immunsystem immer wieder zwischen Toleranz und Aggression entscheiden. Neben der Genetik sind durch Umwelteinflüsse bedingte Änderungen der Genaktivität (epigenetische Faktoren) nicht zu unterschätzen. So ist das quecksilberhaltige Amalgam aufgrund des Risikopotenzials als Werkstoff glücklicherweise überflüssig. Leider ist es noch vielfach in Verwendung und millionenfach in den Mündern – die gründliche und sichere Amalgamentfernung steht bei vident nahezu auf der Tagesordnung. Dabei legen wir größten Wert auf modernste Ausrüstung, damit weder giftige Dämpfe eingeatmet noch kleinste Amalgamteilchen versehentlich verschluckt werden.

Die Immunantwort auf eine dauerhafte, chronische Zufuhr von im Körper nicht physiologisch vorkommenden Metallen wird erst seit Kurzem untersucht. Anders als bei toxischen Wirkungen ist hier nicht die Dosis entscheidend, sondern nur, ob das Immunsystem den Stoff als fremd erkannt hat und eine aggressive Immunantwort wählt. Die systemischen Effekte können durch einen Epikutantest (typischer Allergietest zum Nachweis von Kontaktallergie) nicht geklärt werden. Die systemische Reaktion des Immunsystems muss geprüft werden – hierfür hat sich der Lymphozytentransformationstest (LTT) bewährt, den wir speziell zur Abklärung von Unverträglichkeiten einsetzen.

Der generelle Verzicht auf Metalle ist der sicherste Weg, den wir bei vident empfehlen. So stehen keramische Produkte heute denen aus Metall in nichts nach, sind aber absolut verträglich. Materialunverträglichkeiten sind so gut wie nicht bekannt. Zwar gibt es Keramikkleber und andere Hilfswerkstoffe, die Allergien auslösen können – aber auch auf diese verzichten wir bei vident.

Wurzelkanalbehandelte Zähne –
Vor- oder Nachteil?

Wenn das Zahnmark (Endodont) oder der Zahnnerv (Pulpa) irreversibel geschädigt (irreversible Pulpitis) oder schon abgestorben sind, kann eine Wurzelkanalbehandlung versucht werden, um den Zahn zu erhalten. Die Alternative ist, den Zahn zu ziehen. Aus zahnärztlicher Sicht entscheidet man sich in aller Regel für die erste Variante. Aber ist sie für den Patienten wirklich die beste Wahl?

Das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung ist es, das Gewebe der Pulpa zu entfernen und den entstandenen Hohlraum vollständig desinfiziert bakteriendicht zu versiegeln. Mithilfe von normierten Feilen sowie desinfizierenden und gewebelösenden Spülungen wird das Gewebe chemisch und mechanisch beseitigt. Daraufhin wird der entstandene Hohlraum gefüllt und verschlossen.

Warum die übliche Behandlung meist nicht ausreicht

Das Wurzelkanalsystem besteht neben dem unregelmäßig geformten, zur Zahnspitze zulaufenden Hauptkanal auch aus vielen Verzweigungen, Nebenkanälen und Verbindungskanälen (Endodont). Im Bereich der Wurzelspitze besteht ein Delta des Hauptkanales ähnlich dem einer Flussmündung ins Meer. Eine vollständige Desinfektion, Aufbereitung und Versiegelung ist deswegen auch mit modernsten Methoden und Geräten nahezu unmöglich.

Nach einer Wurzelkanalbehandlung bleiben somit Reste von Gewebe und Bakterien im Endodont und vor allem im Bereich der Wurzelspitze zurück. Die Zähne können über viele Jahre stabil und ruhig sein. Der Reiz und die Belastung, die vom devitalen, gefüllten Zahn ausgehen, können sich oft im Toleranzbereich des biologischen Systems bewegen. Das führt dazu, dass Patient (sofern überhaupt darüber informiert) und Arzt dieses immunologische Risiko akzeptieren. Ohne Blut-, Nerv- und Lymphversorgung handelt es sich um totes Gewebe und der Zahn ist allein schon dadurch ganz sicher kein gesunder oder vollwertiger Teil des Systems. Auch die verwendeten Materialien der Wurzelfüllung an sich sind nicht unproblematisch. Sie enthalten häufig potente Allergene wie Kollophonium, Perubalsam, Epoxidharz und Metalle. 

Die Folge vieler Behandlungen

Entzündungen an der Wurzel werden durch das Immunsystem mit der Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen (proinflamatorische Zytokine wie TNF-α, IL-1,IFNγ und Prostaglandine) beantwortet. Dies führt zu einer (chronischen) Entzündung des angrenzenden Gewebes bis hin zur Bildung einer Zyste. Diese Stoffe beeinflussen auch chronische Entzündungen und Autoimmunerkrankungen und können somit deren Verschlechterung vorantreiben.

Durch marktote Zähne können Eiweiß-Abbauprodukte (Mercaptane und Thioether) entstehen. Deren Toxizität ist seit Langem bekannt und sie kann lokal oder aber auch systemisch wirken. Verschiedene Menschen und ihre Immunsysteme reagieren unterschiedlich auf die emittierten Giftstoffe (Toxine). Somit können manche Menschen die Belastungen kompensieren und andere leiden stark unter ihnen. Es kann durchaus zu Entzündungsreaktionen im gesamten Körper kommen (Fernwirkung), eine Vorhersage ist leider nicht möglich. Auch weil die möglichen Beschwerden individuell sehr verschieden sind.

Unsere Empfehlung

Das ist der Grund, warum wir bei vident eine Wurzelkanalbehandlung und den Erhalt eines wurzelgefüllten Zahnes, abhängig vom vorhandenen Beschwerdebild, der Anamnese, der Entzündungsneigung des Patienten (z.B. TNF-α-Polymorphismus), stets kritisch hinterfragen und eine langfristige Betrachtungsweise wählen. Was nutzt ein wurzelbehandelter Zahn (dessen Behandlung aufwendig ist), wenn er nach wenigen Jahren ohnehin Beschwerden verursacht und dann ersetzt werden muss? Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die es zu betrachten und abzuwägen gilt.

Zahngifte

Aus wurzelgefüllten und aus toten Zähnen können verschiedene Giftstoffe in den Körper gelangen. Diese Stoffe belasten Körper, Immunsystem, Nerven und den Zellstoffwechsel. Dadurch werden zum Beispiel die Selbstheilungskräfte des Körpers oder medizinische Therapien behindert.

Diese Gifte kann man messen, wofür wir bei vident den OroTox-Test verwenden. Die im toten oder wurzelgefüllten Zahn vorhandenen Eiweiße zersetzen sich und hierdurch können giftige Stoffe entstehen. Dies sind Schwefelverbindungen (Thioether, Mercaptan, Schwefelwasserstoff), Schimmelpilzgifte (Mycotoxine), Bakteriengifte (Bakterientoxine. hier vor allem Endotoxine). Landläufig wird auch von Leichengiften gesprochen. Diese Stoffe können über Zahnwurzel und Knochen in den Blutkreislauf und somit in den ganzen Körper gelangen.

Der OroTox-Test weist diese Verbindungen in der Flüssigkeit der Zahnfleischtaschen nach. Die Probe aus dem Sulcusfluid wird in die Testflüssigkeit gemischt und diese reagiert auf schwefelhaltige Verbindungen von Bakterien und Pilzen, wodurch es zu einem gelben Farbumschlag kommt. Je intensiver der Farbumschlag, umso höher die Konzentration der Verbindungen. Abhängig von Beschwerdebild und Testergebnis geben wir eine individuelle Therapieempfehlung, die wir ausführlich mit Ihnen besprechen.

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